Laizer Straße 1, 72488  Sigmaringen

07571-12305

A

Eine plastische Abdruck- und Abformmasse auf Alginate- bzw. Silikon-Basis wird in kleine Abdrucklöffel aus Metall oder Plastik gefüllt und auf die Zahnreihen des Patienten gedrückt. Es entsteht ein individueller Abdruck von Kiefer und Zähnen. Die Abdruckmasse härtet nach kurzer Zeit aus und wird dann zusammen mit einem individuellen Abdrucklöffel aus dem Mund genommen. Im Labor wird der Abdruck mit Gips ausgegossen; so entsteht ein Gipsmodelle. Das Gipsmodel fungiert dann als Situations- order Arbeitsmodel.

 Siehe unter Prophylaxe

Der Aktivator ist ein herausnehmbares, funktionelles Behandlungsgerät, das während der Wachstumsphase verwendet wird. Damit lassen sich körpereigene Wachstumsprozesse therapeutisch beeinflussen. Verwendung des Aktivators insbesondere bei notwendigem Ausgleich fehlerhafter Zuordnung des Unterkiefers zum Oberkiefer. 

Diese Behandlungsapparaturen können herausgenommen werden. Sie werden aus Kunststoff, Metalldrähten und Schrauben (beispielsweise Dehn- und Zugschrauben) hergestellt. Jede Behandlungsapparatur wird im kieferorthopädischen Labor individuell gefertigt. Einige der gebogenen Metalldrähte sind Halteelemente, welche die Apparatur an den Zähnen festhalten. Andere dagegen, die sog. Bewegungselemente - wie Federn und Bügel - werden beim Einsetzen der Apparatur aktiviert, um die Zähne zu bewegen.

Anstelle von Ligaturendraht können diese kleinen Kunststoffringe oder Module benutzt werden, um den Bogendraht in den Brackets zu befestigen. Heutzutage gibt es die Alastics in vielen Farben

Neutralbiss mit idealer Okklusion, bei der der Unterkiefer gegenüber dem Oberkiefer normal (Neutrogenie) positioniert ist, entsprechend der Klasse I der Angle-Klassifikation.
Eine Anomalie, bei der der Unterkiefer gegenüber dem Oberkiefer weiter zurückliegt als normal (mandibuläre Retrusion) entsprechend der Klasse II der Angle-Klassifikation.
Eine Anomalie, bei der der Unterkiefer gegenüber dem Oberkiefer weiter vor liegt als normal entsprechend der Klasse III der Angle-Klassifikation.

Anomalien des Gebisses sind von der Norm abweichende Stellungsfehler des Gebisses, des Kiefers und der Zähne, wobei erb-bedingte, progressive und umweltbedingte Stellungsfehler unterschieden werden

Herausnehmbare Apparaturen (Zahnspangen):

Die herausnehmbare Zahnspange wird unterschieden in:

  • Plattenapparaturen (z.B. Schwarz'sche Platten)
  • Funktionskieferothopädische Geräte (z.B. Bionator; siehe unter "Bionator")

Die "klassische" festsitzende Zahnspange (Multiband-/Multibracket Apparatur) besteht aus den sogenannten Brackets (auf die Zähne geklebte Verankerungspunkte), die mit speziellen Drahtbögen verbunden werden. Mit dieser bewährten Technik lassen sich Zähne im Jungend- und Erwachsenenalter schonend, effektiv und präzise in die korrekte Position bewegen.
Heute sind Brackets aus zahnfarbener oder transparenter Keramik verfügbar, die der Zahnspange fast schon die Ästhetik eines Zahnschmucks verleihen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Lingualtechnik. Lingual heisst soviel wie auf der Zungenseitegelegen. Die feste Zahnspange mit speziellen Brackets wird auf der Innenseite der Zähne befestigt und eignet sich für einfache bis schwere Zahnfehlstellungen.
Der Vorteil dieses Systems ist, dass es von außen nicht sichtbar ist.

Die Nichtanlage (Aplasie) von Zähnen, zumeist Unterzahl genannt, gehört zu den verbreitetsten Anomalien. Sie betrifft vorzugsweise das bleibende Gebiss.

Die Heilige Apollonia ist die Schutzheilige der Zahnleidenden und auch die Schutzheilige der Zahnärzte. Sie wird in zahlreichen Kunstwerken bildlich und plastisch oft mit einer riesigen Zahnzange ausgestattet.

siehe unter Gipsmodel und Abdrücke / Abformung

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz will Gefährdungen und Gesundheitsrisiken erkennen und durch geeignete Massnahmen minimieren, sowie gleichzeitig die Motivation und Arbeitszufriedenheit der Praxismitarbeiter u.a. zum Wohl des Patienten steigen. Ferne gilt es der besonderen Sorgfaltspflicht gegenüber schutzbedürftigen Personen wie Jugendlichen und werdenden Müttern.

Der Artikulator ist in der Lage, Kiefer- und Kaubewegungen des Kiefergelenks nachzuahmen und er ermöglicht beispielsweise, die individuellen Bewegungsabläufe und die gewünschte, ideale Positionierung der Zähne bei der Herstellung eines Set-Upzur Herstellung eines Positioners oder einer Funktionsanalyse abzustimmen.

Kontrollierte, geringe Schmelzkantenreduktion bei engstehenden Zähnen.

 Siehe unter Invisalign.

B

Bleichmittel wie Carbamid-Peroxid oder Wasserstoff-Peroxid lösen organische Komponenten (sog. Chromogene), welche die Verfärbung der Zähne verursachen. Ursachen sind intrinsische - also genetische - Faktoren wie das zunehmende Alter, sowie extrinsischen Faktoren (äussere Einflüsse) wie die Genussmittel: Kaffe, Rotwein, Tee und Rauchen. Bleaching kann Ihre Zähne um mehrere Nuancen aufhellen. Generell sollte Bleaching - auch gerade das Home-Bleaching - unter ärztlicher Beratung stattfinden.

 Metallringe, die den ganzen Zahn umfassen, Teil einer Multibandapparatur.

Der Bionator ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Er ist ein zusammenhängender (bimaxilärer), im Ober- und Unterkiefer integrierter Plastikblock. Er wirkt rein passiv. Die Kiefer werden beim Zusammenbeißen durch den Bionator fixiert und auf diese Weise zu einer fixen und unbeweglichen Einheit. Um Zähne zu bewegen, muss der Bionator "eingeschliffen" werden. Der Kunststoff wird dabei so abgeschliffen, dass der Zahn sich im weggeschliffenen Bereich bewegen kann. Der Kaudruck wird also gezielt auf einzelne Zähne gelenkt, anstatt diese durch Drähte und Federn zu bewegen. Positioniert wird der Bionator zusätzlich durch einen an der Oberseite eingegossenen Gaumenbügel, welcher weitere Stabilität garantiert.

Drahtbogen, Teil einer Multibandapparatur; verbindet die einzelnen Zähne durch den Bracketschlitz in der Mitte und ermöglicht so, das die Zahnstellung korrigiert wird.

Brackets haben sich als Alternative zu den Bändern, die den ganzen Zahn umfassen, weitgehend durchgesetzt. Sie zählen heute zur Standardversorgung bei Patienten. Brackets sind entweder aus Stahl, Kunststoff, Keramik oder Gold. Goldene Brackets gelten als völlig antiallergisch. Die Brackets werden direkt auf die Zähne geklebt. Sie bilden quasi Haltegriffe auf den Zähnen für den Drahtbogen.

Bruxismus ist das unbewusste Zahnknirschen oder Zahnpressen meist nachts. Dies führt zum Verschleissen der Zähne, zu myofunktionalen Effekten (muskel- und funktionsbedingten Fehlfunktionen) sowie letztendlich zu Kiefer- und Gelenksproblemen.
Siehe auch Myofunktionale Therapie, Frühbehandlung oder Position Trainer

C

"Clear" ist die Bezeichnung für das ästhetische Damon System. Das Bracket-Material ist polykristallines Aluminiumoxid (PCA). Es ist relativ beständig gegenüber Kaffee, Rotwein, Senf etc. Damon Clear ist derzeit für den Oberkiefer verfügbar.

D

"Damon" ist die Bezeichung für die hochwertige passiv selbstligierende Systemreihe der Firma Ormco. Innerhalb der Damon-Systemreihe gibt es die Systeme "3MX", "Q" und "Clear" (ästhetische unsichtbare Brackets). Der Vorteile eines passiv selbstligierende Systems ist die kräfte-schonende und damit schmerzarme Therapie.
Siehe auch Q und Clear

Da es sich bei Patienten- und Gesundheitsdaten laut Bundesdatenschutzgesetz um besonders schützenswerte personenbezogene Daten (Personendaten) handelt, muss in einer Arztpraxis dem Datenschutz bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung dieser sensiblen Daten Rechnung getragen werden.
Siehe auch Datenschutzbeauftragter

Nach deutschem Datenschutzgesetz muss bei grösseren Unternehmen oder Arztpraxen ein Datenschutzbeauftragter verfügbar sein. Unsere Praxis hat einen Datenschutzbeauftragten bestellt. Dieser steht unseren Patienten und Mitarbeitern bei Fragen zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personen- und patientenbezogener Daten Rede und Antwort.
Siehe auch Datenschutz

Bei dieser Apparatur werden mit Gummizügen Kräfte über einen Doppelmetallbogen, der meist an den Bändern auf den großen Backenzähnen angelötet ist, auf den Oberkiefer übertragen. Die Behandlung ist am wirksamsten im frühen Wechselgebiss. Behandlungsziel ist die Anregung des Mittelgesichtswachstums und die Hemmung des Unterkiefer-Wachstums (UK-Wachstum).

Dentin (oder Zahnbein) ist neben dem Zahnschmelz ein grosser Bestandteil vom Zahn. Es gibt drei Arten von Dentin: Primärdentin, Sekundärdentin und Tertiärdentin.

 DGKFO = Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie

Das Röntgenbild wird mit Halbleitersensoren, die in direkter Kabelverbindung mit einem Computerstehen, aufgezeichnet. Beim digitalen Panorama-Röntgen kann eine Reduktion der Strahlendosis bis zu 70% erreicht werden. Moderne digitale Röntgensysteme gibt es in kieferorthopädischen Praxen in der Ausprägung Fernröntgenseitenbild (FRS) und Orthophantomogramm (OPG).
Siehe auch Fernröntgenseitenbild (FRS) und Orthophantomogramm (OPG)

Sie ist der Folgezustand einer abwegigen Entwicklung des Kiefers.

E

Einlegemotive werden auf Wunsch des Patienten in den Kunststoff der kieferorthopädischen herausnehmbaren Spange eingearbeitet. Neben den Motiven können die Patienten auch farbige Spangen wünschen. Sonderwünsche bei der Herstellung der Zahnspangen im Zahntechniklabor sind sehr arbeitsintensiv und werden von den Krankenkassen nicht vergütet.

Intraorale Gummibänder aus Latex produzieren die Kräfte, welche die Zähne bewegen, indem sie normalerweise eine Gruppe von Zähnen oder einzelne Zähne gegeneinander "arbeiten" lassen. Elastics gibt es vielen verschiedenen Farben.

Bei einem Engstand haben die Zähne haben zu wenig Platz im Kiefer. Daher stehen die Zähne schief oder gedreht. Teilweise können Zähne bei zu starkem Engstand gar nicht durchbrechen und bleiben retiniert ("verlagert") oder teilretiniert und brechen somit nur unvollständig durch. Engstände sind oftmals auch vor dem Setzen von Implantaten zu beseitigen, um für das Implantat den notwendigen Platz bzw. Freiraum zu schaffen.

Ein eugnathes Gebiss ist ein ausgeglichenes Gebiss (Regel-, Normgebiss) und im weiteren Sinne ein wohlgeformtes sowie wohlfunktionierendes Kausystem, das keine Entwicklungsstörung bzw. Unstimmigkeit aufweist. Zwischen einer Eugnathie - dem ausgeglichenem und gut ausgebildetem Gebiss - und einer Dysgnathie- der abwegigen Entwicklung der Kiefer - bestehen fließende Übergänge. In einem intakten Gebiss steht jeder Zahn in einem ganz bestimmten Kontakt zu seinem Gegenzahn. So werden die Zähne senkrecht belastet, und die Kaukraft wird gleichmäßig auf den Kiefer verteilt.

F

Ein Fernröntgenseitenbild-Röntgensystem ist ein modernes digitales Röntgensystem, welches sehr strahlungsarm arbeitet.
Siehe unter Digitales Röntgen und OPG

Normalerweise findet eine kieferorthopädische Behandlung bei Jugendlichen im Alter von ca. 8 bis 15 Jahren statt, also in der späten Phase des Zahnwechsels zum Wechselgebiss. Allerdings kann es in seltenen Fällen durchaus notwendig sein, Kinder schon in der Phase Milchgebiss und Wechselgebiss-Frühphase (ab 5. Jahr) einer Frühbehandlung zu unterziehen. Die Frühbehandlung startet mit einer ausführlichen Beratung unter Einbeziehung einer Funktionsanalyse, und oftmals mit der Anwendung eines Position Trainer.
Siehe auch Funktionsanalyse, Myofunktionelle Therapie und Position Trainer

Über eine professionelle Funktionsanalyse lassen sich die Zahn- und Kieferverhältnisse durch den Kieferorthopäden exakt ermitteln. Die klinische Funktionsanalyse gibt Auskunft über das Zusammenspiel von Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenk. Die instrumentelle Funktionsanalyse dient zur Erkennung von Funktionsstörungen sowie zur weiterführenden Diagnostik von Fehlfunktionen wie Fehlstellungen von Zähnen oder des Kiefergelenks (unkorrekte Gelenksymmetrie). Sie ist das wichtigste Fundament für eine erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung mit einer Kiefergelenkschiene.
Es gibt zwei Arten von Funktionsanalysen:
a) Klinische Funktionsanalyse: Sie gibt Auskunft über das Zusammenspiel von Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenk
b) Instrumentelle Funktionsanalyse: Sie dient zur weiterführenden Diagnostik
Sie auch Funktionsstörung

Diese herausnehmbaren funktionskieferorthopädischen Geräte wirken auf Unterkiefer und Oberkiefer gemeinsam, korrigieren den Biss und verbessern das Zusammenbeißen der Zähne sowie die Verzahnung. Diese FKO-Geräte (Funktionsregler, Gebissregler) sind vor allem dann sehr wirksam, wenn sie von Kindern und Jugendlichen während ihrer Wachstumsphase getragen werden.

Funktionsstörungen betreffend Zahn- und Kieferverhältnissen können zu Problemen im Zusammenspiel von Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenk führen, zum Beispiel durch Fehlstellungen von Zähnen oder des Kiefergelenks (unkorrekte Gelenksymmetrie) sowie Knirschen, Pressen. Die Funktionsstörungen werden mittels einer Funktionsanalyse diagnostiziert.
Sie auch Funktionsanalyse

G

Mit diesem Apparat besteht bei einem sehr schmalen oberen Zahnbogen die Möglichkeit, den Oberkiefer innerhalb weniger Wochen beträchtlich (d.h. um bis zu 10 mm) zu erweitern. Dabei wird die mittlere Knochennaht im Gaumenbereich auseinandergezogen und beide Oberkieferhälften zur Seite verschoben. Dies setzt voraus, daß die Knochen in der Gaumenmitte noch nicht miteinander verwachsen sind; diese Verknöcherung erfolgt im allgemeinen nach dem 20. Lebensjahr. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Erweiterung der Gaumennaht in der Regel nicht mehr bzw. erst nach operativer Schwächung der Knochen möglich.
Mit dieser Behandlungsmethode läßt sich nicht nur der Oberkiefer erheblich verbreitern. Auch die Breite der Nasenhöhlen nimmt dabei deutlich zu und eine verkrümmte Nasenscheidewand wird begradigt. Dies führt zu einer Verbesserung der Atmung durch die Nase.
Die Gaumennahterweiterungs-Apparatur besteht in der Regel aus einer massiven Metallschraube, die durch Verstrebungen mit Metallbändern verbunden ist, welche auf die Seitenzähne des Oberkiefers fest zementiert werden. In einigen Fällen ist die Apparatur im Gaumenbereich mit einer Kunststoffverstärkung versehen. Da die Apparatur fest einzementiert ist, muß der Patient die Schraube im Munde verstellen, was etwas Übung erfordert. Das Nachstellen der Schraube erfolgt mit einem speziellen Drahtschlüssel.

Das Gebiss ändert sich im Lauf des Lebens. Erst bilden sich die Milchzähne im Alter von 0 bis 3 Jahren. Zwischen dem 6 und 12 Lebensjahr fallen die Milchzähne aus und es bildet sich das Wechselgebiss.
Siche auch Milchzähne, Zahnwechsel und Wechselgebiss.

Diese Funktionsregler / FKO-Gerät (Funktionskieferorthopädische Geräte)

Siehe Headgear

Siehe Arbeits- und Gesundheitsschutz

Bezeichnung für Zahnfleischentzündung verursacht in der Regel durch Plaque am Zahnfleischsaum. Der Zahnfleischsaum ist gerötet, angeschwollen und blutet bei Berührung. Wird die Gingivitis nicht behandelt resultiert eine Paradontitis.

Mit Gibs-/Zahnmodellen beurteilt der Kieferorthopäde außerhalb des Mundes die Zahnfehlstellungen und plant die Behandlung. Er kann Zähne und Kiefer ganz genau von allen Seiten anschauen, vermessen und den Biß beurteilen. Wenn der Kieferorthopäde die Gipsmodelle von unterschiedlichen Zeitpunkten miteinander vergleicht, sieht er die Fortschritte und Ergebnisse der Behandlung. Gipsmodelle werden auch benötigt, um individuelle Behandlungsapparaturen herstellen zu können.
Siehe auch Abdrücke / Abformung

Siehe Elastics

Siehe Alastics

H

Mit der Handwurzelaufnahme (HW) wird das Wachstumsstadium des Körpers und damit auch des Kiefers festgestellt. Bei Jugendlichen erfolgt eine HW, wenn das Kieferwachstum entscheidend für den Behandlungserfolg ist. Gleichzeitig kann relativ genau die zu erwartende endgültige Körperlänge bis zum Abschluss des Wachstums errechnet werden.

Der Headgear besteht aus drei Komponenten. Dazu zählen :

  • der extraorale Zug,
  • der Gesichtsbogen,
  • die Molarenbänder.
Der extraorale Zug, der in dieser Arbeit durch die Verwendung eines zervikalen Nackenzugs die Kraftquelle des Headgears darstellt, weist unterschiedliche Formen auf. Er besteht aus einem Kunststoffband mit Federzug oder aus einem Textilband, welches elastische Eigenschaften besitzt. Zur Vermeidung von zu hohen Kräften können Sicherheitsmodule in das Nackenband eingearbeitet werden. Kleine Federchen in den Modulen sorgen für eine konstante Kraftabgabe. Bei Überschreitung einer für die Behandlung zu hohen Kraft (Maximalkraft) lösen die Sicherheitsmodule aus und entkoppeln das Nackenband. Die entstehende Kraft sollte an ihrem Wirkort, den oberen Sechsjahresmolaren, 1 N/cm² Wurzeloberfläche nicht überschreiten.
Unmittelbar präaurikulär wird der Nackenzug in den Gesichtsbogen eingehängt. Wichtig ist, dass der Patient ein angenehmes Tragegefühl hat und der Nackenzug in der Ausdehnung ausreichend dimensioniert ist, um die entstehende Kraft auf eine große Fläche des Nackenzuges zu verteilen.
Der Gesichtsbogen stellt das Bindeglied zwischen Kraftursprung und Kraftansatz dar. Er besteht aus einem Innenbogen und zwei Außenarmen. Der Innenbogen, der mit seinen beiden Enden in die Röhrchen der Molarenbänder greift, hat eine halbelliptische Grundform. Er soll dem oberen Zahnbogen im Verlauf folgen, wobei im Frontzahnbereich ein Abstand von ca. 6 mm und im Seitenzahnbereich ein Abstand von ca. 2,5 mm zu den Bukkalflächen der Zähne einzuhalten ist. Dies stellt eine Platzreserve für eine zu erwartende Distalisation der Molaren und damit des Headgears dar.
Die beiden Außenarme dienen der Verbindung mit dem Nackenzug und werden in diesen eingehängt. Um den differierenden anatomischen Verhältnissen der Patienten gerecht zu werden, gibt es in unterschiedlichen Abständen Haken an den Außenarmen, an denen der Nackenzug eingehängt wird.
Die Molarenbänder, welche normalerweise an den oberen ersten Molaren angebracht sind, besitzen bukkal zwei angeschweißte Röhrchen zur Aufnahme des Innenbogens. Die Bänder sollten einen spannungsfreien Sitz aufweisen und in vertikaler Richtung nicht den Fissurenboden der Molaren überragen.
Mit dem Headgear wird die durch den Nackenzug als Kraftquelle extraoral entstehende Kraft über den Gesichtsbogen und die Molarenbänder auf die oberen ersten Molaren umgelenkt. Dadurch entsteht ein Kraftvektor in distaler Richtung. Abhängig von der Form des Headgears kann es zu einem reinen distal, disto-kranial oder disto-kaudal gerichteten Kraftvektor kommen.

Die Herbst-Apparatur ist eine festsitzende, teleskopartige Apparatur (Verbindungsstegen) beiderseits zwischen den oberen 1 Molaren und den unteren Prämolaren zur Einstellung des Unterkiefers nach vorne zur Front.

Siehe Zahnschmelz

I

Siehe unter KIK / kieferorthopädische Indikationsklasse

"Insignia" ist die Bezeichnung für ein neues Patienten-individuelles passives selbstligierende System der Firma Ormco; wobei das Herzstück eine umfangreiche Software ist, welche in der kieferorthopädischen Praxis eingesetzt wird. Mit dieser Software werden die Patienten-individuellen Berechnungen durchgeführt. Das System Insignia befindet sich in der "Test- bzw. Pilotphase". Das System ist sehr ähnlich zur Ormco "Damon"-Systemreihe. Während Damon auf vorgefertigte Brackets basiert, werden die Brackets und Bögen bei Insignia Patienten-individuell angefertigt. Es ist davon auszugehen, dass Insignia zukünftig - wenn es vollständig ausgereift ist - das Premiumprodukt aus dem Haus Ormco darstellen wird.

Interdentalbürsten werden zur täglichen Reinigung bzw. Plaque-Entfernung in den Zahnzwischenräume benutzt. Alternativ eignet sich hierzu auch Zahnseide.
Siehe auch Zahnseide

Sehr dünne, durchsichtige Kunststoff-Schienen - auch oft als Ästhetik-Schiene bezeichnet - z.B. von Invisalign (Align Technology) eignen sich um einfache bis mittelschwere Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Mittels modernster Lasertechnik werden die Kunststoffschienen hergestellt. Zu jedem Behandlungsschritt gehört mindestens eine Schiene, welche ca. zwei Wochen regelmässig zu tragen ist. Herausgenommen werden die Schienen nur zum Essen und zur Mundhygiene. Das System ist komfortabel in der Anwendung und stört kaum beim Sprechen. In der Regel sind bei dieser Behandlungsart weniger Praxistermine erforderlich.
In einer kieferorthopädischen Fachpraxis wird bei einem Beratungsgespräch individuell entschieden, ob mit der Invisalign-Methode behandelt werden kann oder ob eine alternative Behandlung erforderlich wird.
Siehe Leistungen: Schienen/Invisalign

ISO ist die Abkürzung für International Organisation für Standardisierung.
Innerhalb der ISO-Standardisierungsreihe steht die Nummer 9000 für Qualitätsmanagement.
Siehe auch Qualitätsmanagement

ITIL (Information Technology Infrastructure Library) ist ein Best Practice Rahmenwerk für Service Management, entwickelt von der britischen Regierung als Leitfaden. ITIL gilt heute als de-facto Service-Standard. Unsere innovative Praxis adaptiert als eine der ersten Praxen diese Methoden, um für unsere Patienten einen optimalen Service anzubieten.

K

Wir bieten Kassen- und Privatleistungen an.
Gerne informieren wir Sie in einem individuellen Beratungsgespräch über Therapiemöglichkeiten und -kosten.
Aufgrund durchdachter Finanzierungsmodelle wird eine kieferorthopädische Behandlung für Jedermann erschwinglich.

L

Prinzipiell ist es zu empfehlen, für beide Kiefer einen Lingualen/Palatinalen Permanent Retainer nach abgeschlossener kieferorthopädischer Behandlung einzusetzen. Der Retainer wird auf die Rückfläche (Innenseite) der Unterkiefer-/Oberkieferfrontzähne geklebt. Der Retainer ist ein unsichtbarer Stabilisierungsbogen.

"Lingual" heißt soviel wie auf der Zungenseite gelegen. Die feste Zahnspange mit speziellen Brackets wird auf der Innenseite der Zähne befestigt und eignet sich für einfache bis schwere Zahnfehlstellungen. Der Vorteil dieses Systems ist, dass es von aussen nicht sichtbar ist.
Neueste Bracket-Technologien von z.B. INCOGNITO by Dr. D. Wiechmann - kleinste, individuell hergestellte Lingual-Brackets - reduzieren die anfänglichen Schwierigkeiten beim Sprechen.

Der Lückenhalter ist ein herausnehmbares Gerät und dient als Platzhalter für vorzeitig "herausgefallene" Milchzähne aufgrund von Karies oder eines Unfalls bis das Wechselgebiss ("normale" Zähne) nachwachsen.

M

MedicSL (Medic Service Library) ist ein innovatives Rahmenwerk für den medizinischen Bereich respektive Arztpraxen, um einen optimalen Service für die Patienten zu bieten.

Das Milchgebiss bzw. die Milchzähne bilden im Alter von ca. 7 Monaten bis 3 Jahren das erste Gebiss eines Menschen. Zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr fallen die Milchzähne aus und es bildet sich anschliessend das Wechselgebiss. Die Zahnpflege bei Milchzähnen ist besonders wichtig, da Milchzähne durch ihren weichen, unausgereiften Zahnschmelz, sehr anfällig für Karies sind. Das spätere Wechselgebiss ("normale" Zähne) bilden sich zwischen 6. und 12. Lebensjahr über den Milchzähnen.
Siehe auch Gebiss und Wechselgebiss.

Minischrauben - eine Art kleines Implantat (Schraube) - werden auch in der Kieferorthopädie verwendet. Die Minischrauben dienen vereinfacht gesagt dazu, zusätzliche Ankerpunkte für Kräfte anzubringen. An die Minischrauben können verschiedene Adapter oder Zusatzgeräte (Bänder, Federn etc.) angehängt werden, um zusätzliche Kräfte aufzubringen.

Siehe unter Headgear

Die Munddusche ist ein Instrument für die Mundhygiene, mit der Speisereste und Plaque mittels eines Wasserstrahls aus den Zahnzwischenräumen entfernt werden können. Die Munddusche ersetzt jedoch nicht die mechanische Reinigung mit einer Zahnbürste, Zahnseide sowie zusätzlich eine Zungenreinigung.

Siehe unter Zahnhygiene

Siehe unter Sportmundschutz

Das Multiband ist eine festaufgebrachte, nicht herausnehmbare Behandlungsapparatur, bestehend aus Bändern, Brackets, Bogendrähten und Alastics.

Die myofunktionelle Therapie ist eine logopädische Behandlungsmethode zur Verbesserung der Fehlfunktionen von Kaumuskulatur und Gesichtsmuskulatur. Wenn einzelne Muskeln im Mund- und Gesichtsbereich (i.d.R. Zunge-, Lippen- und Wangenmuskulatur) zu stark oder zu schwach entwickelt sind, die Sensibilität unterentwickelt ist, so kann dies zu Aussprachestörungen, Zahnstellungsveränderungen, Kiefer- und Gelenksknirschen (Bruxismus) oder zu falschen Schluckmustern führen. In der logopädischen Therapie werden zu Beginn die mundmotorischen und die artikulatorischen Fähigkeiten sowie das Schlucken getestet. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden zusammen mit der ärztlichen Diagnose als Grundlage für die Therapie genutzt.
Myofunktionelle Störungen können auch mittels einer kieferorthopädischen Frühbehandlung ab dem 5. Lebensjahr unter Verwendung eines Position Trainers "bekämpft" werden.
Siehe auch Frühbehandlung, Bruxismus und Position Trainer

N

Die Nance-Apparatur dient zur Verankerung der Molaren, um eine mesiale (nach vorne) Aufwanderung der oberen Seitenzähne, zu verhindern. Die Nance-Apparatur besteht aus einem Gaumenbügel der an den Molarenbändern verlötet oder in Palatinalschlösser gesteckt wird. Zur Abstützung am Gaumen dient eine Kunststoffplatte.

"Nexus" ist die Bezeichnung für das aktiv selbstligierende System von Ormco. Bei einem aktiv selbstligierenden System existieren zwischen Bracket-Clip und Drahtbogen mehr Kraftübertragungspunkte; bei Nexus vier Stück. Daher erzielt dieses System mehr Kraftvektoren bzw. Kraftkomponenten. Dieses System ist unterhalb der hochwertigen Ormco "Damon"-Systemreihe einzuordnen.

Ein vollentwickeltes Gebiss eines Erwachsenen hat 32 Zähne. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen.
Der Wechsel vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss vollzieht sich im sogenannten Wechselgebiss in zwei klar unterscheidbaren Phasen. Die erste Phase beginnt im Alter von 6 bis 9 Jahren und ersetzt die Schneidezähne. Die zweite Phase beginnt im Alter von 10 bis 13 Jahren mit dem Durchbruch der bleibenden Seitenzähne. Mit dem Durchbruch der Weisheitszähne kann zwischen dem 17. und 35. Lebensjahrgerechnet werden. Bei ungenügendem Platz zum Durchbruch bleiben die Weisheitszähne im Knochen liegen und werden ggf. chirurgisch entfernt.

O

Bei einem offenen Biss bekommen die Zähne beim Zusammenbeißen keinen Kontakt. Zwischen den oberen und unteren Zahnreihen ist eine Lücke vorhanden. Man unterscheidet zwischen dem frontal offenen Biss im Bereich der Frontzähne und dem seitlich offenen Biss im Seitenzahnbereich

Die Okklusionist die Verzahnung beim Schlussbiss des Patienten unabhängig davon, ob sie richtig oder falsch ist.
Siehe auch Angle Klassen

Dies ist eine Übersichtsröntgenaufnahme. Die OPG-Aufnahme zeigt den aktuellen Stand des Zahnwechsels, die Zahnanlagen im Kiefer, Fehlbildungen der Zähne, den Zustand der Zahnwurzeln und des Zahnhalteapparates. Die Aufnahme wird während einer kieferorthopädischen Behandlung oft wiederholt, um z.B. den Zahnwechsel zu kontrollieren, die Zahnachsenstellung zu überprüfen und Veränderungen am Zahnhalteapparat zu sehen und zu dokumentieren. Das OPG ist ein modernes strahlungsarmes digitales Röntgensystem.
Siehe auch Fernröntgenseitenbild (FRS) und Digitales Röntgen

Die "Orthognathe Chirurgie" hat die richtige Ausrichtung von Ober- und Unterkiefer zueinander und zum übrigen Gesichtsschädel zum Ziel. Meist ist es eine kieferorthopädische / chirurgische Kombinationsbehandlung angezeigt. Gleichbedeutend werden zum Teil die Begriffe Dysgnathie Chirurgie, kieferorthopädische Chirurgie, skelettverlagernde Operation, Umstellungsosteotomie oder profilverbessernde Operation gebraucht

P

Prinzipiell ist es zu empfehlen, für beide Kiefer einen Palatinalen / Lingualen Permanent Retainer nach abgeschlossener kieferorthopädischer Behandlung einzusetzen. Der Retainer wird auf die Rückfläche (Innenseite) der Unterkiefer-/Oberkieferfrontzähne geklebt, und ist ein unsichtbarer Stabilisierungsbogen.

Sie ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates zeigt; d.h. Zahnausfall. Die Paradontitis sollte so früh wie möglich behandelt werden. Sie kann auch im Umfeld eines Implatats auftreten (Periimplantitis).
Die Vorstufe der Paradontitis ist die Gingivitis.

Das Pendulum ist eine festsitzende Zahnspange im Oberkiefer, um die Backenzähne nach hinten zu bewegen. Sie dient der Platzbeschaffung z. B. bei Platzmangel für die Eckzähne. So kann beispielsweise die Entfernung von bleibenden Zähnen vermieden werden. Sie ist häufig eine Alternative zur Außenspange mit Außenbogen (Headgear).
Siehe unter Headgear

Siehe unter Paradontitis

Siehe unter Datenschutz

Siehe unter Zahnbelag

Zur Feineinstellung der Zähne kann am Ende einer aktiven Behandlung ein im Artikulator hergestellter sogenannter Positioner als Endbehandlungsgerät eingesetzt. Dieses hochelastische Gerät aus Silikon, ähnlich dem Sportmundschutz, dient zur Restkorrektur bis die Zähne in die idealisierte Position „geschoben“ wurden. Durch den Einsatz des Positioners wird die Verzahnung bei guter Mitarbeit individuell optimiert. Diese sollte während der Tragezeit exzellent sein

Ein Position Trainer ist eine Art elastisch, leichte Gummischiene, die für das Kind - primär Nachts - angenehm zu tragen ist und im Rahmen einer kieferorthopädischen Frühbehandlung ab dem 5. Lebensjahr Anwendung findet. Der Position Trainer bekämpft myofunktionelle Effekte, d.h. Störungen im funktionalen Muskelzusammenspiel von Zungen,- Lippen- und Wangenmuskeln.
Siehe auch Frühbehandlung und myofunktionelle Therapie

Siehe unter Dentin.

 Aus langjähriger Erfahrung mit der Prophylaxe und gegründet auf internationale Forschungsergebnisse können wir unseren Patienten ein Vorbeugeprogramm anbieten, welches bei konsequenter Einhaltung erfolgreich ist: Individuelle Analyse der „Putzschwachstellen; Motivation und Remotivation, individuell abgestimmtes Zahnputzprogramm, Bracketumfeldversiegelung, regelmäßige professionelle Zahnreinigung, Belagsentfernung/Zahnreinigung bei Multibandapparaturen unter Abnahme von Bögen und Hilfsteilen, Entfernung weicher Beläge, Zahnsteinentfernung (Zst), Airflow, Politur, fluoridhaltiger Schutzlack, antibakterieller Schutzlack, spezielle Hilfsmittel und Pflegeanleitung zur häuslichen Zahnpflege während der kieferorthopädischen Behandlung (Anwendung von Färbetabletten, Interdentalbürsten, Zahnseide, Putztechnik etc.), individuelle Ernährungsinfo/ -beratung

Q

"Q" ist die Bezeichnung für das neue Damon System, welches Mitte 2010 angeboten wird. Hauptunterschiede zum weiterhin verfügbaren System 3MX sind die kleineren Brackets sowie der neue innovative SpinTek-Schiebemechanismus zum Öffnen/Schliessen des Brackets.

Mit der Quadhelix ist eine transversale, rasche Erweiterung des Oberkiefers möglich. Die Quadhelix-Apparatur besteht aus einem im Gaumenbereich liegenden Drahtgerüst mit vier runden Schlaufen, welche in der Regel an Ankerbändern auf den oberen Sechsjahrmolaren fixiert ist. Die Drehung an der Schraube erfolgt so lange, bis die gewünschte Verbreiterung eingetreten ist. Jetzt muss die Quadhelix noch für einige Zeit zur Retention getragen werden.

Das Qualitätsmanagement (QM) nach ISO 9000 dient der kontinuierlichen Sicherung und Verbesserung des Qualitätsniveaus der medizinischen Patientenversorgung unter effizienten Umgang mit knappen Ressourcen; u.a. um inherente Risiken zu erkennen und zu reduzieren.
Im Zentrum des QM steht der Patient, d.h. primär geht es um das Wohl und die Zufriedenheit der Patienten durch eine systematische und kompromisslose Patienten- respektive Kundenorientierung.

R

Der Radioactive Dentive Abrasivity-Wert (RDA-Wert) einer Zahnpasta gibt Auskunft über die Scheuerung. Der RDA-Wert sollte nicht höher als 70 sein, um die Zähne nicht zu schädigen.

Abbauvorgänge im Bereich der Zahnwurzeln.

Siehe Lingual-/Palatinal

In der Kieferorthopädie sind Rezidive Rückfälle, d.h. unter bestimmten Ausgangsbedingungen und Situationen können die Zähne in ihre Ausgangslage zurückwandern. Den Rezidiven kann mit Massnahmen entgegengewirkt werden.

Siehe unter Digitales Röntgen, Fernröntgenseitenbild (FRS) oder Orthophantomogramm (OPG)

S

Siehe unter Invisalign.

Die Ober-/Unterkiefer-Dehnplatte wird bei Engstand verwendet. Kontinuierliches Nachstellen der Schraube erweitert die Spange bzw. Platte in transversaler Richtung. Die Kieferknochen werden durch die entstehenden Kräfte auseinandergedrückt und somit zum Wachsen angeregt.
Eine Besonderheit unter den herausnehmbaren Apparaturen ist die Behandlungsmöglichkeit für Jugendliche und Erwachsene mit der Invisalign-Methode.

SGK = Schweizerische Gesellschaft für Kieferorthopädie

Siehe unter Dentin

Der Servicekatalog enthält alle derzeit verüfgbaren Leistungen gemäss ITIL.

Siehe Gipsmodel und Abdrücke / Abformung

Der Sportmundschutz ist eine individuelle im Labor angefertigte Schutzschiene, welche die Zähne beim Kampfsport (Boxen, Karate, Judo, Kickboxen etc.) oder anderen Sport- und Freizeitaktivitäten (z.B. Reiten, Inliner, Skaten, BMX.Fahren) schützt. Für Spangenträger gibt es einen speziellen Sportmundschutz, welcher die Spange bzw. Brackets optimal einschliesst.

T

Siehe unter Dentin.

Ein Temporomandibular Disorders-Gerät (TMD-Gerät) ist wie ein TMJ-Gerät zur Behandlung von Kiefergelenksproblemen sowie Knirschen. Im Gegensatz zum TMJ-Gerät ist das TMD-Gerät eine harte, vorkonfektionieren Plastikschiene, und daher in der Anwendung weniger bequem wie das TMJ-Gerät. Daher verwenden wir ausschliesslich das TMJ-Gerät.
Siehe Knirscherschiene und TMJ-Gerät

Ein Temporomandibular Joint-Gerät (TMJ-Gerät) ist ein Kiefergelenks- oder Knirscherschiene; i.d.R. aus weichem Silikon, und damit sehr bequem in der Anwendung. Sie hat sich als effektive Behandlung gegen das Kiefergelenk-Dysfunktionssyndrom, wodurch Symptome wie chronische Kopfschmerzen, Ohren-, Nacken- und Kieferschmerzen oder Kieferknacken erwiesen. Das TMJ ist ein vorgefertigtes intraorales Gerät mit aerodynamisch geformter Profilbasis. Ein zeitaufwändiges Formen, Anpassen oder Ausrichten entfällt.
Neben den weichen TMJ-Geräten gibt es noch TMD-Geräte, welcher in der Funktion und Anwendung ähnlich sind, aber aus einer harten, vorkonfektionieren Plastikschiene gefertigt sind.
Siehe unter Knirscherschiene und TMD-Gerät

W

Das Wechselgebiss bildet sich noch während der Milchzahn-Phase (Milchgebiss) zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr; beginnend mit den Backenzähnen. Da das Wechselgebiss ein Leben lang halten muss, ist eine richtige Mund- und Zahnhygiene unabdingbar. Gerade am Anfang wenn die "normalen" Zähne durchbrechen, sind sie anfällig für Karies, da ihr Zahnschmelz noch nicht voll ausgebildet ist.
Siehe auch Milchzähne, Zahnwechsel und Gebiss.

Mit dem Durchbruch der Weisheitszähne kann zwischen dem 17. und 35. Lebensjahr gerechnet werden. Bei ungenügendem Platz zum Durchbruch bleiben die Weisheitszähne im Knochen liegen, wachsen schief oder verdrängen andere Zähne, sodass sie ggf. chirurgisch entfernt werden müssen.

Z

Siehe unter Dentin

Unsere Zähne benötigen eine regelmässige Pflege, hierzu gehört das Zähneputzen und die professionelle Zahnreinigung, um z.B. Essensreste oder den hart gewordenen Plaque (Zahnstein) zu entfernen.

Sie ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates zeigt; d.h. Zahnausfall. Die Paradontitis sollte so früh wie möglich behandelt werden. Sie kann auch im Umfeld eines Implatats auftreten (Periimplantitis). Die Vorstufe der Paradontitis ist die Gingivitis. 

Ohne Zahnhygiene wächst der Zahnstein immer weiter und die Essensreste fördern Karies sowie Paradontitis. Damit die Zähne lange unentbehrliche Dienste erfüllen, sollten die Zähne mindestens zwei Mal pro Tag intensiv geputzt werden. Intensiv heisst mindestens zwei Minuten, damit die in der Zahnpasta enthaltenen Inhalts- bzw. Wirkstoffe ihre Wirkung entfalten können. Zur Zahnreinigung gehört auch die Säuberung der Zahnzwischenräume (mit Zahnseide, Interdentalbürsten), die Pflege des Zahnfleisches und der Zunge. Ideal ist, wenn die Zähne nach jeder Mahlzeit gereinigt werden. Allerdings sollte die Zahnreinigung nicht sofort nach säurehaltigen Nahrungen erfolgen (z.B. Obst). Gerade bei kieferorthopädischen Patienten mit z.B. Spangen, ist eine gute Mundhygiene besonders wichtig.

Siehe unter Gipsmodel und Abdrücke / Abformung

Hier gibt es unzählige Produkte und Geschmacksrichtungen. Wichtig ist, dass die Zahnpasta fluoridhaltig und nicht zu abrasiv (Stichwort: Scheuerung) ist. Das Fluorid ist wichtig zur Remineralisierung des Zahnschmelzes und zur Hemmung des Stoffwechsels der Plaque-Bakterien. Damit die Scheuerung für die Zähne nicht zu hoch ist, sollte RDA-Wert (Radioactive Dentive Abrasivity) nicht höher als 70 sein. Als Ergänzung zur Zahnpasta sind auch Fluorid-Zahnspülungen (mehrmals pro Woche) oder Fluorid-Gele (einmal wöchentlich angewendet) eine empfehlenswerte Sache.
Relative übersichtliche Informationen zu Zahnpasta gibt es unter: http://www.zahnpastainfo.de

Der Zahnbelag (auch genannt Plaque oder Zahnstein) ist ein Biofilm auf den Zähnen. Er tritt besonders an schwer zugänglichen Zahnbereichen wie Zahnzwischenräumen auf. Der Zahnbelag besteht aus Speichelproteinen, Stoffwechselprodukten von Bakterien sowie Nahrungsresten. Er ist die Grundlage für die Entstehung von Karies und Paradontitis. Die Entstehung geht relativ rasch, so entsteht ein pathogener Zahnbelag innerhalb von nur 24 Stunden. Der Zahnbelag kann bzw. muss mit einer guten Mund- und Zahnhygiene bekämpft werden.

Zur einer ganzheitlichen Mundpflege gehört primär eine professionelle Zahnreinigung (PZR). Bei der PZR werden die Zähne und Zahnwischenräume mittels AirFlow gereinigt, Zahnstein entfernt sowie die Zähne poliert und fluoridiert. Die Fluoridierung erfolgt zum Härten der Zähne bzw. des Zahnschmelzes. Besonders vor einem Bleaching sollte eine PZR durchgeführt werden. Die PZR sollte regelmässig alle sechs Monate durchgeführt werden. Wir empfehlen für PZRs einen Preis-Leistungs-Vergleich durchzuführen.

Der Zahnschmelz ist die äusserste Schicht der Zähne, welche auf dem Dentin liegt. Der Zahnschmelz ist quasi das härteste Material im oder am menschlichen Körper. Der Zahnschmelz ist anorganisch und besteht grösstenteils aus Hydroxylapatit.
Siehe auch Dentin

Zahnseide eignet sich - unabhängig ob in gewachster oder ungewachster Ausführung - ideal für die Plaque-Entfernung in den Zahnzwischenräumen sowie zur Reinigung bzw. Pflege von festsitzenden Spangen. Für Kinder ist in der Regel die gewachste Zahnseide leichter in der Handhabung.

Als Zahnwechsel wird der Wechsel der Milchzähne zum Wechselgebiss ("normale" Zähne) im Alter zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr bezeichnet. Das Wechselgebiss bildet sich ab dem 6. Lebensjahr direkt über den Milchzähnen; beginnend mit den grossen, mittleren Backenzähnen. Nach Backenzähnen kommen die Schneidezähne (8 Jahre), untere Eckzähne und kleine, fordere Backenzähne (10 Jahre), obere Eckzähne (11 Jahre) und hintere Backenzähne (12 Jahre).
Da in der Regel die "normalen" Zähne grösser wie die Milchzähne sind, kann es zu Verschiebungen kommen, welche mit kieferorthopädischen Massnahmen korrigiert werden können.
Siehe auch Milchzähne, Wechselgebiss und Gebiss

Zur Mundhygiene gehört unter anderem. die Zungenreinigung, weil sich auf der Zunge rund 70% der oralen Mikroorganismen (Bakterien und Nahrungsreste) befinden. Dies kann sogar Magen-Darm-Probleme verursachen. Für die wöchentliche Zungenreinigung empfehlen sich die im Handel angebotenen Zungenschaber. Optional kann ein antibakterielles Zungen-Gel bei der Pflege unterstützen.

Siehe unter Zahnbelag

Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r.

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